Travel Japan – 5 Learnings

Anzeige in Zusammenarbeit mit Audible

Vor und jetzt auch während der Japan-Reise hab ich mir ein Hörbuch auf Audible rausgesucht, was mir eine kleine Einführung in japanische Geschichte und Kultur gegeben hat – Understanding Japan: A Cultural History, verfasst und gelesen von Professor Mark J. Ravina, einem der führenden Dozenten in moderner japanischen Geschichte – er hat eine super angenehme Stimme, die Lectures sind gut strukturiert und vom Aufbau her gut zu verfolgen. Von frühzeitlicher Geschichte, über Mythologie, Sprache, Architektur, Kulinarik, Poesie, Literatur und Botanik, er reißt so ziemlich alles einmal an.

Wer gerade auf der Suche nach Hörbüchern ist: Ich höre seit über einem Jahr immer auf Audible – Das Abo ist total flexibel, man hat ein Hörbuch pro Monat und alle Podcasts frei, man kann es monatlich kündigen und dann wieder aufnehmen. Wer mal ausprobieren mag – der erste Monat ist gratis. Hier habe ich euch schon eine Liste Hörbücher und hier meine Lieblingspodcasts vorgestellt.

Fünf ganz interessante Learnings bisher: 

1. In Japan existiert sowohl der Buddhismus als auch der Shintoismus, wobei der Buddhismus in Japan auf den chinesischen Einfluss zurückzuführen ist.  Der Shintoismus ist weniger eine Religion, eher eine Form der Götterverehrung – bedeutet wörtlich “Weg der Götter” und die Geschichten handeln sowohl von Göttern als auch von mystischen Naturwesen, Geistern, Seelen und menschlichen Figuren. Die Schreine sind shintoistisch, die Tempel buddhistisch.

2. Japanisch in sowohl Wort als auch Schrift ist wohl das komplizierteste Sprachsystem der Welt. Es gibt drei unterschiedliche Zeichensysteme, die Hiragana, das japanische Standardalphabet, die Katakana, das Alphabet für ausländische Lehnwörter und Kanji, die chinesischen Schriftzeichen. Jedes Schriftbild ist oft eine Kombination aus allen dreien. Die Sprache ist situations- und kontextbedingt – nicht einmal der einfache Satz “Ich habe XY getroffen.” kann verallgemeinert einfach übersetzt werden. Es kommt auf mehrere Dinge an: Wer spricht, über wen wird gesprochen, zu wem wird gesprochen – also Gender, sozialer Status, Alter, Hierarchie, und sogar die Tages- und Jahreszeit spielen eine Rolle – sowohl vom Sprechenden, als auch vom Subjekt des Satzes und auch vom Adressaten. An der Stelle einfach den größten Respekt an meine Freundin Funda, mit der ich hier in Japan reise und die in ihrem Studium Japanisch gelernt hat und uns hier wie eine gute Fee durchschlägt, es ist der absolute Wahnsinn und kein Vergleich zu allen Fremdsprachen, die ich je gelernt habe.

3. Bei japanischer Poesie und Literatur fällt uns ja direkt das Haiku ein, eine traditionelle Gedichtform, die kürzeste überhaupt. Aber es gibt neben den Haikus noch haufenweise weitere Formen und Ausprägungen – eine Geschichte, die ich unbedingt weiter verfolgen und über die ich noch mehr wissen will.

4.  In Japan wird unfassbar viel Wert auf den persönlichen Raum und die Privatsphäre gelegt. Darunter fällt nicht nur, dass man sowohl selbst kaum einfach auf offener Straße angesprochen wird und dass die meisten auch unfassbar irritiert reagieren, wenn sie angesprochen oder nach Hilfe gefragt werden, sondern auch alleine das Anschauen. Für uns drei, die optisch einfach so dermaßen auffällig in Tokio und den anderen Städten unterwegs waren, zum einen, weil wir offensichtlich Touristen waren (übrigens damit auch ziemlich alleine, uns sind kaum andere Touristen begegnet und das zur Hauptreisezeit), aber auch, weil wir einfach auch frisuren- und outfittechnisch nicht unbedingt 0815 aussehen und selbst in Deutschland auch mal angestarrt werden, war es eine so interessante Erfahrung, einfach komplett ignoriert zu werden. Man wird nichtmal eines kurzen Seitenblickes gewürdigt, einfach so, als wäre man nicht da und das ist einfach bei allen so. Hat was damit zu tun, dass alleine das Anstarren einer anderen Person schon als Eingriff in die Privatsphäre gewertet wird.

Die Bilder haben wir auf der wohl berühmtesten, belebtesten, verrücktesten, vollsten, Kreuzung der Welt gemacht – der Shibuya Crossing in Tokio. Pro Ampelschaltung laufen hier bis zu 1000 Menschen gleichzeitig über die Kreuzung – perfekte Shooting-Location. Fotos by Herr Schiller.

5. Tokio, Weltstadt: ja, Weltsprache Englisch: eher nicht so. Zwar sind die meisten Metro-Stationen und öffentlichen Plätze englisch ausgeschildert, Straßen aber nicht und auch die wenigsten Japaner sprechen Englisch oder besser gesagt: wollen es sprechen. Auch viele in unserem Alter waren erst leicht überfordert und mussten erstmal “warm werden” und selbst dann ist das Niveau nicht mit dem gängigen Englisch zu vergleichen, was man in den meisten europäischen Ländern in der Schule lernt. Das macht es tatsächlich etwas schwierig, zurechtzufinden, aber es geht auf jeden Fall.






Teilen:

2 Kommentare

  1. Sarah
    12/09/2018 / 12:41

    Einfach nur coole Bilder!
    Das mit der Sprache stelle ich mir auch immer schwierig vor.
    Machst du noch ein Q&A zu Japan ?
    Ich hätte nämlich eine Frage zur Ernährung: wie sieht es mit veganen/vegetarischen Möglichkeiten sowohl in Restaurant, Straße und Snacks aus dem Markt/Supermarkt aus?

    Liebe Grüße
    Sarah

  2. Alexandra
    18/09/2018 / 13:39

    Ein interessanter Einblick 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.