Tattoos

Finally, die Geschichte zu meinen Tattoos. Letzten Dezember habe ich mir damals noch in Hamburg mein erstes Tattoo stechen lassen. Mittlerweile, fast zwölf Monate später, sind es schon fünf Motive.. und kein Ende in Sicht. So so viele von euch haben sich dazu einen Beitrag gewünscht, über meine Tattoos und die Geschichten dahinter – also, hier kommt er.

Als allererstes – ich will niemanden dazu motivieren, dazu bringen, über Tattoos nachzudenken und maße mir in keinster Weise an, in dieser Hinsicht eine Orientierung oder so zu sein. Wie alles, was den eigenen Körper betrifft, sollte hier wirklich jeder ganz individuell für sich entscheiden, was er will, wie er es will.

Meine ersten fünf Motive haben alle eine Bedeutung für mich, was nicht heißt, dass ich rein ästhetische Motive nicht genauso toll finde – im Gegenteil, es stehen auch ein paar auf meiner Wunschliste, die keine tiefere Bedeutung haben und die ich eben nur schön finde. Auch sind meine Tattoos bisher alle ziemlich klein und filigran, was genauso wenig heißt, dass ich großflächige Motive nicht genauso schön finde – im Gegenteil, ich denke auch schon längere Zeit über etwas größere Geschichten nach. Aber eins nach dem anderen.

Mein erstes Tattoo ist „do.“ In dicken, aussagekräftigen Buchstaben, mit einem Punkt dahinter. Für Situationen, in denen ich nicht ganz sicher bin, ob ich es wagen, machen, tun, mich trauen, es wagen soll. Als letzte kleine Entscheidungshilfe sozusagen.

Gestochen in Hamburg, bei Hamburg City Ink.

Die nächsten drei habe ich alle auf einmal stechen lassen, von Caterina Ghiani, einer befreundeten Tattoo Artistin von einer guten Freundin, die nur durch Zufall in der Nähe von Stuttgart war und spontan Zeit für uns hatte. Das erste ist mein Pfeil auf meinem rechten Rippenbogen, gezeichnet von ihr, ohne Vorlage. Hat von all meinen Motiven am meisten weh getan, aber ist ja so klein, dass es sich absolut hat aushalten lassen. Ich wollte schon lange etwas zum Thema Ziele haben und da mein Name unter anderem auch was mit der römischen Jagdgöttin zu tun hat und diese meistens mit Pfeil und Bogen illustriert wird, hat mich das irgendwie auf diese Idee gebracht. Ziele setzen, neu orientieren .. und dieses Ding mit man kriegt selten das, was man sich wünscht, wenn man sich nicht auch manchmal bewusst macht, was genau das Ziel ist. Irgendwie in die Richtung.

Das nächste ist ein Schriftzug auf meiner linken Elle, drei Wörter, „feed your head“. Ich wurde schon oft auf die Schriftart angesprochen – es ist keine, auch das hat mir Caterina selbst geschrieben. Es lässt sich nicht genau lesen und viele erkennen auf den ersten Blick auch nicht, was da steht – find, feel, fuck .. haha. Mir persönlich macht es gerade nichts aus, ich finds eher lustig und mir gefällt es, dass nicht jeder direkt sieht, was es ist. Wenn es mich irgendwann stören sollte, lasse ich die beiden e’s in „feed“ einfach nochmal nachstechen. Der Ausdruck, der Satz stammt aus einem ziemlich alten Lied, „White Rabbit“ von Jefferson Airplane, aus dem Jahr 1967. Das Lied an sich handelt von Alice im Wunderland, eins meiner absoluten Lieblings-Kinderbücher, das Lied und die Band an sich hat auch eine nostalgische Bedeutung für mich und ich finde auch den Ausdruck schön. Den Kopf füttern, mit neuen Gedanken, Ansichten, Kulturen, Meinungen.. offen für Neues sein, immer weiter lernen und aufgeschlossen bleiben.  Und das Cover von „White Rabitt“ – „Feed your Head“ von Paul Kalkbrenner ist natürlich ebenfalls ein absolutes Meisterwerk mit dem ich schöne Momente verbinde. Also mehrere Bedeutungen.

Das letzte Motiv aus dieser Sitzung sind diese beiden kleinen Kreuzchen auf meinem linken Knöchel. Eine ziemlich spontane Idee, habe ich mir als kleine Erinnerung für meinen ersten Halbmarathon stehen lassen. Irgendwie verbinde ich mit dem Laufen und diese erreichten Ziele im Wettkampf mit so viel persönlicher Leistung, das Laufen ist eins der wenigen Dinge, die ich zumindest im Wettkampf alleine durchziehe und alleine schaffe und nie war ich so viel mit mir selbst und meinen Gedanken beschäftigt, wie beim Laufen. Hatte daher das Bedürfnis, das festzuhalten. Zwei Kreuze, weil mein Vorhaben damals beim ersten Halbmarathon war, das irgendwie unter zwei Stunden zu schaffen. War damals fast unmöglich für mich und habs ganz knapp und mit sehr viel Eigenmotivation hingekriegt. Auch wenn ich mittlerweile längst schneller bin, halten die beiden Kreuzchen diesen Moment fest.

Mein neuestes Motiv habe ich seit August. In Wien gestochen, bei Dots & Daggers, von Krusty. Melina und ich waren die Wochen davor ein bisschen Roadtripping-Action machen und Wien war unser letzter Stop. Als Erinnerung an diesen Sommer wollte ich mir so gerne etwas kleines stechen lassen. Was großes ging nicht, da ich ja seit Frühling in der Marathon-Vorbereitung war und es mir nicht leisten konnte, nach dem Stechen allzu lange Sport-Pause zu machen. Also, was kleines, das schnell heilt. Die beiden Pfeile auf meinen Daumen – einer nach oben geöffnet, einer nach unten, als Zeichen für „mehr / weniger“ und „vor / zurück“, für Balance und Ausgeglichenheit. Fürs öfter mal hinterfragen – was brauche ich gerade mehr und was weniger in meinem Leben, zum zufrieden, zum glücklich sein?

So. Das wars … bis jetzt.

16 Kommentare

  1. Saskia
    14/11/2017 / 20:06

    Ich liebe liebe liebe deine Einträge so sehr! Ich persönlich habe auch schon sehnlichst auf diesen Blogeintrag gewartet, aus Neugier, aber vor allem, weil mich hinter den schönen Motiven die Bedeutung sehr stark interessiert hat. Ich mag sie alle sehr und bin gespannt, was du dir als nächstes stechen lassen wirst. 😊

  2. Franziska
    14/11/2017 / 20:10

    Ich finds sooo interessant zu erfahren, welche Bedeutungen Tattoos für manche Menschen haben!! Regt irgendwie zum Nachdenken an, toller Beitrag! 🙂

  3. Birte
    14/11/2017 / 20:11

    schöner beitrag, schöne fotos!

  4. Lena
    14/11/2017 / 20:17

    Richtig interessanter Beitrag. Ich wusste ehrlich gesagt bis jetzt gar nicht, dass du Tattoos hast haha. Aber schön zu sehen, was die Bedeutung hinter den ganzen Motiven ist. Ich persönlich finde es auch überhaupt nicht schlimm, wenn man Tattoos ohne tieferen Sinn hat, die einfach „nur“ schön aussehen. Das ist dann auch schon fast wieder ein Grund 😉 Was mich eigentlich am meisten davon abhält, mir selbst eins stechen zu lassen, ist die Angst, dass ich mich dann nach ein paar Jahren total satt gesehen hab an dem Motiv, aber vielleicht ändert sich das ja noch…
    Bei „feed your head“ musste ich übrigens auch sofort an das Paul Kalkbrenner-Lied denken 🙂

  5. Viola
    14/11/2017 / 20:25

    So viel Liebe für deine Bilder! Ich finde es ziemlich passend, dass deine Motive so minimalistisch sind, wo du diesen Lebensstil vertrittst. Ich folge dir schon wesentlich länger als du diese Tattoos hast, und ich finde, sie komplettieren dich. Deswegen freue ich mich auch so sehr, endlich einen Beitrag von dir darüber zu lesen. Wie immer inspirierst du mich! Und ich bleibe gespannt auf deine nächsten Tattoos.

  6. Katharina
    14/11/2017 / 20:38

    Sehr tolle und schöne Gedanken hinter deinen Tattoos! Bin mittlerweile auch schon längere Zeit am Überlegen mir etwas stechen zu lassen. Hab in der Hinsicht aber ehre an mehrere kleine gedacht, die auch eine Bedeutung für mich haben. Halte im Moment immer wieder die Augen offen für Motive und dann wieder nicht – mal schauen wohin diese Geschichte noch läuft…
    Jedenfalls finde ich deine Tattoos wirklich gelungen (:
    xxx

  7. Mathilde
    14/11/2017 / 20:47

    Soo schön, vor allem die Pfeile haben mich gerade sehr bei meinen Tattoo Planungen inspiriert, danke❤️

  8. 14/11/2017 / 20:53

    Was für wunderschöne Motive! Ich finde es total toll, dass du so simple Motive hast, die alle eine Bedeutung haben, aber die nicht sofort erkennbar ist.
    Ich finde Tattoos selbst auch total schön (allerdlings für mich persönlich nur kleine und simple) und möchte mir auch nachdem ich 18 geworden bin welche nach und nach mit Bedeutung stechen lassen.
    Auf jeden Fall eine Feder, weil das sozusagen „mein“ Symbol des Herzens ist und wenn ich in Australien bin möchte ich mir dort auch auf jeden Fall eine Erinnerung an mein Abenteuer dort stechen lassen. Allerdings habe ich dafür noch keine Motiv Idee die mich richtig umhaut… also falls du Ideen hast immer her damit 😀

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

  9. Marina C.
    14/11/2017 / 21:56

    Endlich endlich ist der Beitrag online. Ich habe mich gerade so gefreut die Geschichten hinter den Tattoos zu lesen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich selber ein paar habe und das Ende noch lange nicht in Sicht ist hehe. Auf jeden Fall finde ich, dass alle Motive total zu dir passen und bin gespannt was da noch so kommt ❤
    LG Marina

  10. Jürgen
    15/11/2017 / 0:46

    Hallo.

    Schön dass du darüber einen Beitrag geschrieben hast. 👍😃
    Sehr interessant, und deine Art gefällt einfach. 😊

    Lass es dir gut gehn…LG

  11. Stephanie Drexler
    15/11/2017 / 12:45

    Liebe Diana!
    Deine Tattoos gefallen mir alle sehr gut, vor allem do. ist für mich ein bisschen so ein Markenzeichen, das ich mit dir verbinde 🙂
    Ich versteh auch vollkommen, was du meinst, dass du zwar bisher nur kleinere und filigrane Motive hast, aber vielleicht auch mal was größeres machen möchtest. Dabei gehts mir nämlich genauso. Ich hab nur recht kleine Tattoos, möcht mir aber irgendwann vielleicht den Oberschenkel voll machen, mal schauen 🙂
    x Stephi
    https://stephidrexler.com/

  12. 15/11/2017 / 16:11

    Wenn sich jemand ein Tattoo stechen lässt, ist es für mich immer die gleiche Frage: Warum hat sich derjenige, genau für diese Motiv oder diesen Schriftzug entschieden. Deshalb finde ich deinen Beitrag unglaublich gut, weil du mit diesem genau meine Frage beantwortet und ich finde es einfach super spannend zu lesen. 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Kathleen
    http://www.kathleensdream.de

  13. 15/11/2017 / 21:53

    Omg, so viele schöne Tattoos, habe ehrlich gesagt nicht gewusst, dass du so viele hast. Ich lese diese Beiträge unglaublich gerne, vor allem bei der lieben Susanna (nwlife) und finde toll, welche Bedeutungen und hintergründe all die Tattoos und Motive haben.
    Sehr sehr schön geschrieben und tolle Worte, war wirklich angenehm zum Lesen. 😀
    Liebe Grüße, Sandra

  14. 19/11/2017 / 14:44

    Total schöne Tattoos und perfekt in einem Beitrag zusammengefasst. Ich habe immer gesagt, dass ich nieeee ein Tattoo haben ,möchte aber jetzt hätte ich irgendwie doch gerne eins (für eine bestimmte Beudeutung)

    Ganz liebe Grüße,
    Alina

  15. 19/11/2017 / 20:26

    Oh wie schön. 🙂 Ich habe mich schon so auf diesen Beitrag gefreut. Es sind unheimlich schöne Motive & die Bedeutungen finde ich klasse und inspirierend.
    Liebe Grüße ♥

  16. 19/11/2017 / 21:03

    Ich mag ja Tattoos mit Bedeutung. Da hast du dir wirklich ein paar tolle Motive stechen lassen. Bin gespannt, wasnoxh kommt. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.