Der Sport und Ich

Dieser Beitrag ist eine Anzeige in Zusammenarbeit mit OTTO

Schwimmen, Kraftsport im Studio, Functional Training mit eigenem Körpergewicht daheim, Freeletics, Yoga, HIIT, Pilates und Laufen – seit nun schon fünf Jahren mache ich regelmäßig und mehrmals die Woche Sport und habe dabei schon wirklich viel ausprobiert. Bisher war das Schwimmen wohl die Sportart, die mich am längsten begleitet hat – angefangen hab ich mit acht, neun Jahren und hab das dann bis ich vierzehn war durchgezogen. Dann gabs ein paar Jahre absolute Sportpause, Teenagerjahre und dann mit 18 zum ersten Mal im Gym angemeldet – schön Anfang Januar, Neujahrsvorsätze. Ein Jahr durchgezogen, wieder abgemeldet, auf Homeworkouts umgestiegen. Das ging irgendwann über zu Freeletics, zwischendurch dann ein paar Monate mit Yoga- und Pilateskursen. Vor zwei Jahren dann – wieder ins Gym. Wurde dann irgendwann wieder ein bisschen weniger, als ich mit dem Laufen angefangen hab und während meiner Marathonvorbereitung letzten Sommer war ich irgendwann nur noch mit Laufen beschäftigt und hatte weder Lust noch Zeit noch Kraft für was anderes. Drei Monate ist der Marathon jetzt her – seitdem bin ich um ganz ehrlich zu sein in einem kleinen Running-Low und laufe viel weniger – weil ich einfach wieder so unfassbar große Lust auf Kraft- und Functionaltraining bekommen habe und gemerkt habe, wie sehr mir das gefehlt hat. Und mir macht’s so Spaß!

Was genau mein Punkt ist – egal, was ich sporttechnisch mache, meine größte Motivation war immer und ist auch jetzt einfach Spaß und dieses unfassbar gute Körpergefühl, was ohne Sport und Bewegung einfach nicht da ist. Laufen macht mir den Kopf frei, aller Frust und Stress fällt ab, ich laufe so oft gegen mich selbst und gegen das Einfach-Stehenbleiben. Yoga kann und will ich nicht als Sport bezeichnen – das ist was ganz Anderes, Tieferes, gibt mir aber auch so viel. Reines Krafttraining, nur ich und schwere Gewichte, das hat auch etwas ganz Besonderes, braucht absolute Konzentration, Fokus, Beherrschung. Und dann ist da noch meine ganz, ganz große Liebe zu Functional Training, zu High Intensity Training, zu Zirkeltraining – was ich jetzt seit zweieinhalb Monaten wieder mache. Bin drei-vier Mal die Woche im Studio im Functional Bereich, zerstöre mich ne Dreiviertelstunde, bin absolut erledigt, werde besser mit meinen Liegestützen und Klimmzüge (eher Klimmzug) und geh ein, zwei Mal die Woche noch 4-10 Kilometer laufen und mache Intervalltraining.

Worauf ich hinauswill? Es gibt ganz viele verschiedene Gründe, individuelle Gründe für Sport und Bewegung – manchen gehts um den Wettkampf, ums Gewinnen, Mannschaftsgeist, um den Spielgedanken. Oder man fühlt eher den Freizeit-Faktor, das Gemeinschaftsgefühl, vielleicht geht’s ums gesünder leben, um was für den Körper zu tun, um beweglicher zu werden, schneller, ausdauernder, besser, stärker, fitter zu werden. Und ich bewunder jeden, der für sich selbst “den einen Sport” findet und daran über eine lange Zeit festhalten kann, der einem auch nach Jahren noch unglaublich Spaß macht und erfüllend ist. Ich finds ganz, ganz fabelhaft und freu mich mit jedem, der über eine lange Zeit auf ein sportliches Ziel hinarbeitet und sich in dieser Disziplin laufend verbessert – aber ich hab mittlerweile erkannt, dass ich nicht so bin.

Klar, ich hab auch immer mal wieder zwischendurch solche Ziele und sie helfen auch, sich immer wieder neu zu motivieren – im konkreten Marathontraining wollte ich natürlich schneller und ausdauernder werden, nehme mir auch immer mal wieder neue Bestzeiten vor, will auch dieses Jahr wieder was bei Laufveranstaltungen reißen und bin stolz, wenn ich meine Ziele erreiche. Klar freue ich mich, wenn ich meine Gewichte hochstufen kann, wenn ich mehr Wiederholungen von einer Übung schaffe, wenn ich bei bestimmten Workouts länger durchhalte und ich würde lügen, wenn ich es nicht auch ganz gerne sehe, wenn sich nach ein paar Wochen konsequentem Training auch ein bisschen was am Spiegelbild verändert.

Trotzdem. Das alles, diese ganzen kleinen und großen Erfolge sind mittlerweile zweitrangig für mich, das ist nicht der Grund, weshalb ich in erster Linie Sport mache und das ist nicht meine Motivation, das lässt mich nicht am Sport als Ganzes festhalten. Und auch die kleinen Misserfolge, wenn man wieder zurückgeworfen wird, durch Kranksein oder eine Verletzung oder ein paar Tage oder Wochen oder manchmal halt auch Monate, in denen man aus der Routine fällt und keine Lust und keine Motivation hat, das sind auch keine Dinge, die mich demotivieren und nichts, was mir ein schlechtes Gefühl gibt. Mal ist mir das ganze eben wichtiger und mal weniger und mal schaufel ich mir Zeit dafür, komme was wolle – und manchmal kommt das Leben und andere Dinge dazwischen und nehmen mehr von meiner Zeit ein. Mir persönlich geht’s nicht darum, auf lange Sicht gesehen in irgendeiner bestimmten Disziplin ganz besonders gut zu werden oder mich zu verbessern – dafür kann ich halt in einem Jahr einen Marathon laufen und im nächsten vielleicht nicht mehr, dafür schaffe ich aber zum ersten Mal Klimmzüge oder zwei oder einen Kopfstand. Und den schaff ich dann vielleicht nach ein paar Monaten nicht mehr, aber dann war ich vielleicht stattdessen zum ersten Mal beim Bouldern oder hab Tennis ausprobiert oder hab meine ersten 10 Kilometer unter 45 Minuten geschafft. Oder nichts von alledem und hab trotzdem ne gute Zeit gehabt, hab meinen körperlichen Grenzen ne Lektion erteilt, bin an mir selbst gewachsen, hab geschwitzt und gelitten und eine Tonne Glückshormone ausgeschüttet.

In allererster Linie mache ich das alles für mich. Für das Gefühl und die Tatsache, dass ich regelmäßig was für meine körperliche und geistige Gesundheit und Fitness mache. Ich mache Sport zum Spaß, für ein gutes Körpergefühl, für das Auspowern, für jede Sekunde, in denen mein Körper “Geht nicht mehr!” schreit und mein Kopf dagegenbrüllt “Ich glaube doch!” und noch einen oder zwei Kilometer dranhängt, noch zwei Wiederholungen schafft, für die Momente, in denen man irgendwoher noch eine Kraftreserve rausholt, in denen ein Lieblingssong genau zum richtigen Moment losgeht, für die letzte Wiederholung, die letzten Sekunden in jedem Workout und letzten Meter bei jedem Lauf und das Gefühl danach – genau das ist Sport für mich.

Trainings-Tight | Sweater | Trainingsschuhe | Sport-BH

Fotos by Caglar Yildiz

Teilen:

20 Kommentare

  1. Melanie
    28/01/2018 / 21:41

    Ganz wundervoller Beitrag – ich liebe es einfach, dass du genau so schreibst, wie es dir in den Kopf kommt. <3

  2. Lena
    28/01/2018 / 21:46

    Wow! Selten so einen tollen Text gelesen. Unglaublich schön geschrieben und einfach so absolut nachvollziehbar! Es macht wirklich Spaß dir zu folgen. Das musste mal gesagt werden 🙂 weiter so!

  3. 28/01/2018 / 21:50

    Du hast eine tolle Einstellung zu Sport! Inspiriert mich sehr:)

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

  4. 28/01/2018 / 21:51

    Danke Diana, ich kann es nicht oft genug sagen. Ich bin so so dankbar für diese Beiträge – deine Worte. Weil du mich verstehst, ohne es zu merken. Mir aus der Seele sprichst und mir zeigst, erstens wie ähnlich du mir bist und zweitens aber auch ein Stück weit wer ich bin. Das tut einfach gut, also danke (again and again)!

    • Diana
      30/01/2018 / 9:22

      Vielen vielen vielen lieben Dank Linn, das macht mich wirklich sehr sehr glücklich 🙂 Liebe Grüße!

  5. Lena
    28/01/2018 / 22:04

    Deine Einstellung zum Sport ist so me. Dann mach ich hiit und Krafttraining und merke jeden einzelnen Muskel, was ich liebe. Manchmal habe ich meine Runningphasen und liebe dieses Zusammenspiel von laufen, meiner Musik, dem schönsten Sonnenuntergang und mir. Die Vielseitigkeit und die verschiedenen Phasen machen happy und das ist doch das wichtigste am Sport – der Spaß und die Freude.

    • Diana
      30/01/2018 / 9:21

      Yesssss! So ist es. Liebe Grüße!

  6. Sarah
    28/01/2018 / 22:37

    Du bringst es einfach auf den Punkt. Genau das ist Sport für mich. Die Sache, die mich jedes mal glücklich macht.

    • Diana
      30/01/2018 / 9:21

      Vielen lieben Dank dir!

  7. 29/01/2018 / 16:35

    Sooo ein schöner Beitrag! Ich selber schaffe es nicht, einen Tag ohne Sport zu überleben, ich brauche es, an Tagen wo ich schlechte Laune habe oder es mir nicht so gut geht, umso mehr. Es macht Spaß, ich fühle mich selbstbewusster, stärker, energiegeladen.
    Die Bilder sind auch der absolute Hammer!!!
    Liebe Grüße, Sandra

    • Diana
      30/01/2018 / 9:21

      Ich danke dir, ich mag die Bilder auch sehr! Danke dir 🙂

  8. 29/01/2018 / 20:13

    Was für ein schöner und unglaublich motivierender Beitrag! Ich fühle in einigen Ansichten genau wie du, mache keine spezielle Sportart um genau in der besonders gut zu sein. Mache einfach nur das, was mir Spaß macht und worauf ich gerade Lust habe.
    Allerdings bin ich dabei nie so extrem motiviert mich zu pushen, wie du. Klar strenge ich mich auch an, aber ich trainiere nie so hart an einer Sache um in der so schnell wie möglich so gut wie möglich zu sein. Dafür bin ich irgendwie kein Mensch 😀 Ich mache immer nur seeehr langsam Fortschritte, aber das ist meistens auch okay.. hauptsache ich mach irgendwas und es macht mir Spaß!
    Ich bin eher der Typ, der sich 2-3 Stunden am Tag aktiv bewegt, als der, der eine Stunde ein power Workout durchzieht 🙂
    Aber genau wie du sagst, ist das total unwichtig. Jeder macht sein Ding und man soll einfach nur Freude daran haben und sich am Besten mit seinem Ich von gestern messen 😀

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

    • Diana
      30/01/2018 / 9:20

      Wie schön! Das hört sich doch nach der absolut perfekten Lösung für dich an 🙂 Liebe Grüße!

  9. Klara
    30/01/2018 / 7:05

    Meinst du nicht, dass es gefährlich ist, wenn der Körper nicht mehr kann und der Kopf ihn zwingt, “oh, doch”, weiterzumachen?

    • Diana
      30/01/2018 / 9:20

      Natürlich muss man einfach seinen Körper kennen, um zu wissen wann noch was geht und wann nicht mehr 🙂 Vielleicht kann man es ja andersrum besser sagen – manchmal denkt der Kopf, es geht nicht mehr und der Körper haut dann doch noch was raus. Mir gings eher um das Schweinehund-Ding 🙂

  10. 30/01/2018 / 18:47

    Deine Einstellung zum Sport ist genial! 🙂
    Ich habe zwar 2-3 Sportarten die ich seit der Grundschule “durchziehe” mal mit einer längeren Pause dazwischen, aber auch nur weil es Spaß macht und mich erfüllt bzw. einfach zu mir gehört. (wie kitschig das klingt 😀 ) Ich finde der Spaß an einer Sportart und daran seinen eigenen Schweinehund zu bekämpfen muss einfach vorhanden sein. 🙂
    Wirklich ein sehr schöner Blogpost! ♥

  11. Theresa
    06/02/2018 / 18:48

    Ich hätte es. Nicht besser. Ausdrücken können. Mir geht’s genauso – danke für deine tollen Beiträge ❤️

  12. 06/02/2018 / 21:43

    Liebe Diana, vielen Dank für diesen Beitrag! Ich wechsle auch immer mal wieder zwischen Laufen und Bodyweighttraining (Freeletics, HIIT,…). Oft fühlte ich mich komisch deswegen, da scheinbar jeder „seine“ Sportart gefunden zu haben schien. Mittlerweile denke ich mir auch einfach: Na und! Mir muss es Spaß machen und sonst keinen. Schön zu wissen, dass es nicht nur mir so geht.

    LG Nicki

  13. Sarah Pille
    07/02/2018 / 8:10

    Dein Tattoo !! will mehr sehen !:) sag mal, bearbeitest du deine bilder mit vsco, wenn ja welche filter nimmst du da so :)?
    Grüße 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.